Hefepilze
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Candida albicans
Candida albicans ist ein Pilz der Candidagruppe, der zu den Hefepilzen gehört.
Candida albicans - der weißlich Glänzende - so die Bedeutung des Namens (lat. candidus - glänzend weiß, lat. albicare - weiß sein) Candida albicans gehört zur Gruppe der gefährlichen Hefen. Diese stören nicht nur viele Basisfunktionen des Körpers. Sie geben ständig Giftstoffe an die Blutbahn ab und irritieren das Immunsystem . Candida albicans sind für vielfältige Beschwerden verantwortlich, sie verursachen schwere Krankheiten. Die durch Candida hervorgerufenen Beschwerden werden Candidose, Candidiasis, Kandidose, Soor oder Monoliasis genannt. Infektion mit Candida albicans können bei schweren Grunderkrankungen wie z.B. Immunkrankheiten lebensbedrohlich werden, ansonsten sind sie meist harmlos. Für Vaginalmykosen (Scheidenpilzinfektion) sind meistens die Hefepilze der Gattung "Candida albicans" verantwortlich.
Candida Arten

Candida morphology on cornmeal agar a = albicans, t=tropicalis, k=krusei, l=lusitaniae, g=glabrata, p=parapsilosis, chl=chlamydospore (After Campbell et al.)
Candidia Befall beim Chinchilla
Symptome von Candidia albicans Befall Durchfall oder Mini Köttel - häufig kann aber ein Candida albicans Befall beim Chinchilla nur vermutet werden, jedoch nicht nachgewiesen werden, da dieser nur bei hochgradigen Befall scheinbar durch den Kot ausgeschieden wird.
Candidia albicans als Sekundärbefund Der Hefepilz "Candidia albicans" ist scheinbar oftmals beim Chinchilla eine Sekundärerkrankung bei einem Kokzidien Befall. Dies kann man auch in etlichen veterinärmedizinischen Fachbüchern nachschlagen.
Ein Candidia albicans Befall kann beim Chinchilla zu matschigen Kot und oder Durchfall führen. Es wurden aber auch Fälle bekannt wo dieser Pilz Mini-Köttel verursachte, diese Köttels waren rund ( siehe Aufnahme - Mini Chinchilla Kot )
Candida albicans unter dem Mikroskop
Candida albicans
Thick-walled chlamydospores arising on pseudohyphae
Diese Aufnahme entstand bei einer 1000x Vergrößerung unter dem Labormikroskop

Candia albicans unter dem Mikroskop
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Budding Yeast
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Pseudohypha in kürze
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Chlamydospore
Alle Aufnahmen entstanden durch eine Kotprobe die wir für eine Bekannte gemacht haben, diese bat uns darum um herauszufinden ob ihre Chinchillas kotprobenmäßig frei von Giardien, Kokzidien, Nematoden und Hefepilzen sind.
Mini Köttel

Mini-Köttel durch Candidia albicans ? Die Losung ist 5 mal so klein wie die eines gesunden Chinchillas, so zu mindestens bei der Kotprobe die wir bekommen hatten. Deutlich zu erkennen ist auch das die Mini-Köttels feine Fäden aufweisen, wie bei einer Kotkette.

Die Losung ist sehr klein, rundlich und extrem hart. Ihr äußeres ist sehr dunkelfarbig ins schwarz gehend.
200-fache Vergrößerung beim einem Mini-Köttel Ende. Hier erkennt man deutlich zahlreiche Haare. Bei gesunden Chinchillas scheinen diese verdaut zu werden, da man nur äußerst selten Haarteile im gesunden Kot unter dem Mikroskop finden kann.
Eure Erfahrungen mit Candida albicans
leider noch keine erhalten
Es gibt bereits zwei Hobbyzuchten die ebenfalls nun über den Candida albicans schreiben, hier wird dieser aber als völlig harmlos, beim Chinchilla, dargestellt. Nach unseren Informationen von amerikanischen Chinchilla Fachforen und Meinungen von mehreren Tierärzten ist dies nicht richtig! Dies wurde uns auch von der uns zugesandten Kotprobe bestätigt, leider ist das Chinchilla welches den Kot absetzte , kurze Zeit später, verstorben.
Fachbücher Fachliteratur über Candidia albicans bzw. Fachbücher mit einzelnen Themen zum Hefepilz:
Medizinische Mikrobiologie, Infektions- und Seuchenlehre
Michael Rolle, Anton Mayr (Hrsg.)
Unter Mitarbeit von M. Büttner, B. Gedek, O.-R. Kaaden, M. Krüger, T. Seidler und H.-J. Selbitz
8., überarb. Aufl. 2006 639 S., 218 Abb., 127 Tab., kart.
ISBN: 978-3-83041060-7
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Heimtierkrankheiten
Kleinsäuger - Amphibien - Reptilien
Thomas Göbel, Anja Ewringmann
Aufl. 2005 564 S., 71 Farbf., 270 sw-Abb., 55 Tab., geb.
ISBN 978-3-8252-8267-7
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- Geschrieben von: Sven Schröder
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Hefepilz
Cyniclomyces guttulatus früher Saccharomyces Guttulatus gennant
Es gibt eine ganze zahl von verschiedenen Arten von Hefepilzen. Aber legendlich eine ist beim Chinchilla bisher nur bekannt gewesen es handelt sich hierbei um "Saccharomyces Guttulatus" (Diese Art tritt übrigens auch beim Meerschweinchen auf). Die Hefe Cyniclomyces guttulatus (Saccharomycopsis guttulata) wurde in einer Studie im Magen von Haus-und Wildschweinen Kaninchen, Meerschweinchen und Chinchillas gefunden. Die Darmmykose heißt heute Cyniclomyces guttulatus und nicht mehr (veraltet Saccharomyces oder Saccharomycopsis guttulatus) Spricht ein Tierarzt heute von einem Hefepilz Befund beim Chinchilla so handelt es sich zu 95% um ein Cyniclomyces guttulatus Befund.
Eine Infektion mit Hefepilzen kommt bei Chinchillas recht häufig vor. Futter so wie Heu welches falsch gelagert wurde oder Hefen die im Darm überlebt haben können die Ursache für solch eine Infektion sein. Da Chinchillas Ihren eigenen Kot fressen ( Blinddarmkot ) ist eine stetige Wiederaufnahme der Hefen während einer Behandlung immer wieder gewährleistet. Ein Teufelskreis den man nur mit einer richtigen Behandlung unterbrechen kann.
Hefepilzinfektionen beim Chinchilla ist die häufigste Ursache für Durchfall
Symptome der Hefepilze
Wiederholen sich Durchfälle, weicher Kot oder eine Verstopfung in Abständen von einigen Tagen ohne dass eine Futterveränderung voran gegangen ist, so kann man davon ausgehen das eine Hefeinfektion vorliegt. Das betroffene Chinchilla nimmt stetig an Gewicht ab, 1-3 Gramm und mehr sind keine Seltenheit. Eine wöchentliche Gewichtskontrolle ist absolut notwendig um Chinchilla Krankheiten rechtzeitig erkennen zu können! Lässt man das Tier unbehandelt, kommt es unwiderruflich zu schweren Darmschäden und Abmagerungen. Auch die Pilze selber können eine Stoffwechselveränderung hervorrufen und es kann zu Haut -und Fellschäden ( äüßerlicher Pilzbefall ) oder zu Mineralstoffmängeln beim Chinchilla führen.
Eine Kotuntersuchung sollte unbedingt vom Tierarzt durchgeführt werden denn nur so können Hefen oder andere Pilze im Darm festgestellt und genau bestimmt werden.
Hefepilz Behandlung
Das Präparat „Nystatin – Lederle“ welches aus der Humanmedezin stammt hat sich zur Behandlung von Hefen bestens bewährt. Es wird gerne freiwillig von den Chinchillas genommen da es sehr süß riecht und scheinbar sehr gut dem Chinchilla schmeckt. Das Medikament wird in einer Dosis von 0,6 - 0,9 ml/kg dreimal täglich oral eingegeben ( Dosierung aber immer aktuelle sich vom Tierarzt geben lassen ). Schon in den ersten Tagen während der Behandlung sterben die meisten Pilzzellen ab und es können nur noch sehr sehr wenige Hefe im Kot nachgewiesen bzw. gefunden werden. Trotzdem sollte nach einer Woche eine weitere Kotuntersuchung vorgenommen werden. Können keine Pilze mehr nachgewiesen werden, muss trotzdem mit der Behandlung weiter gemacht werden da noch einzelne Pilze überlebt haben können und diese sich rasch wieder vermehren können. Der Kreislauf könnte von vorne beginnen. Die Dosis kann allerdings, sobald keine Hefen mehr nachgewiesen worden sind, etwas reduziert werden und eine tägliche Eingabe kann auf zwei, statt wie vorher von drei, reduziert werden.
Heilungschancen
Die Heilungschancen sind gut sofern es noch nicht zu ernsthaften anderen Komplikationen gekommen ist.
Hefepilze oft als Sekundärerkrankung
Hefepilze sind oft eine sekundär Erkrankung von daher muss auch Untersucht werden warum diese aufgetreten sind. Sehr sehr oft sind Giardien oder Kokzidien beim Chinchilla die Ursache eines Hefepilzbefalls. Aber auch falsche Fütterung kann eine Hefepilz Erkrankung hervorrufen, ob man dan allerdings noch von einer sekundär Krankheit sprechen kann wissen wir nicht.
Emfehlung!
Nachuntersuchung
Es empfiehlt sich eine mikroskopische Kontrolluntersuchung des Kotes erneut nach 6 Wochen machen zu lassen, um Rückschläge auszuschließen zu können. Den Cyniclomyces guttulatus ist ein äußerst hartnäckiger Hefepilz. Es reichen wenige von ihm aus um das Tier erneut massenhaft zu befallen!
Eigene Untersuchung
Hefepilze lassen sich schnell unter dem Mikroskop finden, es bedarf nur einer geringen Fingerfertigkeit. Professionelle Labor Untersuchungen kann man sich sparen wenn mein ein eigenes Mikroskop besitzt oder jemanden kennt der eins hat. Ab einer Vergrößerung von 400-fach kann man Hefepilze eindeutig erkennen.
Im Labor
Hier werden auf Parasiten, Bakterien und Nematoden sowie Pilze untersucht, desweiteren wird bei Befund direkt ein Antibiogramm erstellt. Die Kotprobenuntersuchung auf Hefen ist keine Standard Untersuchung, sondern eine individuell zusammengestellte Untersuchung. Da die Untersuchung umfassend Zusammengestellt werden kann kostet auch eine solche Untersuchung um die 80 €. Normale Kotuntersuchungen liegen zwischen 6-25 € je nach Untersuchungsmethode, hier wird aber nur einiges erkannt! Eine Standartkotuntersuchung ist nur auf Giardien. Bei einer Untersuchung auf Hefepilze muss dies dem Labor oder Tierarzt zuvor mitgeteilt werden.
Cyniclomyces guttulatus unter dem Mikroskop
Mikroskop Aufnahmen vom Hefepilz Cyniclomyces guttulatus
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Hefepilze
Hefepilze sind die häufigste Ursache von Verstopfung oder schlimmen Druchfall beim Chinchilla. Ein hoher Hefepilzbefall ist sehr oft auf eine Sekundärerkrankung zurückzuführen. Es gibt verschiedene Arten von Hefepilze wobei eine davon nur häufig beim Chinchilla gefunden wird.
Erhöhte Hefepilze im Chinchilladarm führen zu kleinen unförmigen Chinchilla Köttels und zur Abnahme vom Tier. Je höher der Befall ist desto schlimmer werden die Symptome und der Kot wird matschig bis dünnflüssig.
Was sind Hefepilze
Hefen sind einzellige Pilze, die sich durch Sprossung oder Teilung ( Spaltung ) vermehren. Die meisten Hefepilze gehören der Abteilung der Schlauchpilze (Ascomycota) an.
Candida-Pilze (Hefepilze), Pilzerkrankungen
Pilzerkrankungen nehmen in ihrer Vielfalt, Häufigkeit und ihrem Verbreitungsgebiet weltweit zu. Man unterscheidet drei Gruppen an Pilzen, welche beim Menschen zu Erkrankungen führen können: Dermatophyten (Hautpilz, Haarpilz und Nagelpilz), Hefepilz (vor allem Candida albicans) und Schimmelpilz. Während Dermatophyten zwar äußerst lästig, aber niemals lebensgefährlich sein können (Ausnahme: erhöhtes Risiko zusätzlicher Infektionen über vorhandenen Hauteffekt), so ist im Rahmen einer Candida- oder Schimmelpilzinfektion unter Umständen durchaus ein schwerwiegender Krankheitsverlauf zu beobachten. So können etwa Candida-Keime dem abwehrgeschwächten Menschen mindestens ebenso gefährlich werden wie so manche Bakterien und Viren.
Entstehung von Pilzerkrankungen
Kandidosen sind sogenannte endogene Infektionen, d.h. die Krankheit nimmt ihren Ausgang von bereits vorhandenen, körpereigenen Candidapilzen (siehe unten). Auch viele andere Pilze sind nicht ansteckend, sondern führen im Rahmen einer körpereigenen Keimaktivierung zu Beschwerden.
Dermatophyten wiederum werden direkt durch Kontakt von Mensch zu Mensch, von Haustier zu Mensch oder indirekt über kontaminierte Flächen und Gegenstände übertragen: Küssen, Geschlechtsverkehr, Sauna, Schwimmbäder, Hygienemangel, Toiletten, usw. Durch Inhalation kann es zu einer Primärinfektion der Lunge kommen, kleine Hautverletzungen machen es möglich, dass subkutane Pilze (im Erdreich, auf Pflanzen) in den Körper eindringen.
Hefen (Candida) sind demnach sogenannte "opportunistische" Pilze, d.h. sie sind im Normalfall auf menschlichen Schleimhäuten nachweisbar, ohne Symptome zu verursachen. Kommt es jedoch zu einer Schwächung des Immunsystems des menschlichen Körpers (lokal im Bereich von Haut/Schleimhaut oder systemisch im gesamten Organismus), so etabliert sich eine Kandidose: Ist der Körper also gesund und fit, kommt er mit Candida-Kontakten gut zurecht. Ist er aber physisch und psychisch geschwächt, so versagen die körpereigenen Schutzmechanismen und Pilze beginnen sich im Körper zu vermehren.
Woher kommen Hefepilze
Hefepilze kommen aus der Natur und sind Teil unserer Umwelt.
Wie erkennt man einen Hefepilz Befall
Einen Hefepilz Befall kann man nur durch eine Mikroskopische Untersuchung oder mit Hilfe spezieller Teststreifen feststellen. Hefepilze verursachen matschigen bis wässrigen Kot oder aber auch winzige Köttel welche schlimmsten Fall sogar Verstopfung herführen. Ein geringer Anteil von Hefepilzen im Kot sind nicht tragisch, außer diese vermehren sich rasch durch z.B. eine Futterumstellung, eine Neuverpaarung, oder Stress welche verschiedene Ursachen haben kann wie z.B. eine Ausstellung. Bei einem Hefepilz Befall nimmt das Chinchilla stetig an Gewicht ab und nach und nach wird es träger und lustloser. Es kann zu einer Fress-Unlust kommen. Ein stark befallenes Tier, mit Hefepilzen, schläft oft sehr viel. Bei hochgradigen Befall wurde auch von schuppigen Ohren berichtet. Diese kann ich jedoch leider bis dato nicht bestätigen.
Hefepilz Arten beim Chinchilla
Es gibt eine ganze zahl von verschiedenen Arten von Hefepilzen. Aber legendlich eine ist beim Chinchilla bisher bekannt es handelt sich hierbei um "Saccharomyces Guttulatus" (Diese Art tritt übrigens auch beim Meerschweinchen auf). Die Hefe Cyniclomyces guttulatus (Saccharomycopsis guttulata) wurde in einer Studie im Magen von Haus-und Wildschweinen Kaninchen, Meerschweinchen und Chinchillas gefunden. Die Darmmykose heißt heute Cyniclomyces guttulatus und nicht mehr (veraltet Saccharomyces oder Saccharomycopsis guttulatus)
Behandlungen von Hefepilze
Die Behandlung von Hefepilze ist beim Chinchilla momentan noch recht einfach. Es sei den das Tier wurde bereits mehrmals auf Hefepilze behandelt, dann kann es dazu kommen das die Hefepilze Resistenz gegen das Medikament sind. Richtiges Futter ( keine zuckerhaltigen Produkte ) und ein Medikament aus der Human Medizin bringt eine rasche Linderung und Besserung des Allgemeinbefinden des Tieres.
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