Geburt
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Aufzucht
Sofern die Chinchillababys die erste Muttermilch ( die so genannte colostrum ) aufgenommen haben sowie immer genügend Wärme über die Mutter erhalten haben, ist eine Chinchilla Aufzucht mit guten Chancen möglich. Hier bedarf es aber einer rund um die Uhr pflege bzw. Fütterung.
Die meisten Chinchilla Babys sterben an Unterkühlung und nicht an Milchmangel des Chinchillaweibchens. Wie viele mittlerweile ebenfalls vermuten oder wissen!
Aufzucht eines Chinchilla Babys mit Ersatzmilch
Dieses Chinchilla Baby hätte ohne unsere Hilfe nicht überlebt. Seine Schwester hatte ihm, auf Grund Milchmangels bei der Chinchilla Mutter, in die Nase gebissen.
Es gibt viele Rezepte für die Chinchilla Aufzucht, jeder hat auch seine eigenen Erfahrungen hier gemacht. Der eine schwört auf das Rezept der andere auf ein anderes. Wir haben Anfangs auch viele Rezepte ausprobiert und sind dann schließlich zu einem eigenen Rezept gelangt, welches für uns das beste ist.
Mit dieser Rezeptur komme wir am bestens klar und haben die höchsten Aufzuchtserfolge erlangt:
- Katzenmilchpulver ( Fa. Gimpet / ca.10 € )
- lau warmes warmes Wasser ( 37,3-38,1 ° Celsius )
- 1/2 gering gehäufte Messerspitze Traubenzucker
- ein halbe Erbsengrosse Bird Bene Bac Kugel/Wurst
Alles wird zu einem mittelflüssigen nicht wässrigen aber auch nichtdickflüssigen Brei verrührt und mehrmals täglich mit einer Einwegspritze gefüttert. Ganz wichtig ist die Temperaur und die Konsistenz der Nahrung. Ist diese zu kalt oder zu warm oder und zu flüssig oder dickfüssig wird die Nahrung vom Neugeborenen verweigert und müßte somit Zwangsverabreicht werden wo es sehr sehr schnell zum verschlucken kommt. Verschluckt das Baby Luft oder zuviel Nahrung so kann diese in die Luftröhre gelangen und zu einer Erstickung oder Lungenentzündung kommen. Gute 70% aller Aufzuchten sterben so auf der Welt!
Schon nach kurzer Zeit nehmen die Chinchilla Jungen diese Ersatzmilch von uns gerne an. Es muss nur aufgepasst werden das das kleine Chinchilla nicht schlabbert, da der Brei wenn er trocknet sehr hart wird und kaum noch aus dem Chinchilla Fell zu bekommen ist und dem Jungtier sofern er nicht entfernt wird sehr weh tut.
Seit dem wir diese Rezeptur zur Aufzucht nehmen haben wir von 17 zugefütterten Chinchilla Babys 14 durchbekommen.
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Chinchilla Milchmangel
Milchmangel kann verschiedene Ursachen haben:
- diese Mangelerscheinung kann funktionell bedingt sein, d.h. die Arbeit der Milchdrüsen kann ungenügend sein ( durch z.b. Wachspropfen in der Zitze);
- sie kann bei jungen, unterentwickelten Muttertieren auftreten welche zu früh gedeckt wurden;
- der Mangel kann ererbt sein;
- der Milchmangel kann auf allgemeinen Schwächezustand des Muttertiere zurückzuführen sein ( eventueller Vitamin / Minerallstoff Mangel oder Krankheit );
- erhebliche Verdauungsstörungen während der Trächtigkeit können Milchdrüsen geschwächt haben
Milchmangel beim Chinchilla Weibchen
Die ersten Anzeichen für zu wenig oder gar keine Milch ist dauerhaftes, klagendes Piepsen der Jungen. Sie haben versucht, an den Zitzen zu saugen, aber sie erhalten keine Milch; folglich werden die Jungen hungrig, unzufrieden, ruhelos, nervös und aggressiv in ihren Bemühungen, Nahrung zu finden. Das Muttertier wirkt gereizt und an der Pflege der Jungen uninteressiert und es kann vorkommen das die Kleinen die Mutter so sehr plagen, dass diese sich wehrt und beißt. Das Ergebnis sind oft schwere Verletzungen an denen der Wurf eingehen kann. Unternimmt man nichts, magern die Jungen ab, werden immer schwächer und sterben schließlich an Futtermangel. Viele Chinchilla Weibchen sind erst nach etwa drei Tagen in der Lage, genügend Milch für ihren Nachwuchs abzugeben. Bis zu diesem Zeitpunkt kann der Milchfluss sehr schwach sein und nicht ausreichen um die Jungen zu ernähren.
Ein Weibchen, das Junge zur Welt gebracht hat, kann oft genug Milch für 2 haben, wenn aber drei oder vier Babys da sind ist die Ernährung des Nachwuchses ungenügend. Unter diesen Umständen reicht der Milchvorrat nur aus, um den Wurf vor dem Verhungern zu bewahren. Aus diesem Grund sind in einem Wurf von 3 – 4 Tieren meist ein oder mehrere Tiere etwas unterentwickelt und schon von Geburt her sehr schwach. Diese Tiere sind dann nicht in der Lage sich so viel Milch zu beschaffen, dass dieser Zustand ausgeglichen wird Sie werden von den kräftigeren Tieren von den Zitzen weggestoßen und getreten was nicht selten den Tod zur Folge hat wenn der Mensch nicht eingreift. Wir kontrollieren die Brustwarzen der Weibchen und überprüfen, ob genügend Milch abgesondert wird, ist dies nicht der Fall, beginnen wir den Nachwuchs zuzufüttern. Ein Rezept für die künstliche Aufzucht findet man auf unsere HP unter der Rubrik "Aufzucht". Wenn die Warzen der Mutter klein und unter dem Pelz versteckt oder die Zitzen sehr zart sind, ist dies ein Zeichen, das die Milchorgane nicht ausreichend entwickelt sind. Weibchen die für ein richtiges Säugen geeignet sind, haben große und volle Zitzen mit kräftigen Warzen welche auch unter dem dichten Pelz leicht zu finden sind. Drückt man die Warzen ein, bildet sich am Ende ein Milchtropfen. Uns wurde mal von einem Züchter gesagt, man solle bei Milchmangel dem Muttertier süßen Haferschleim zum fressen geben. Wir haben damit aber noch keinerlei Erfahrungen machen können. Von unserer Tierärztin wissen wir, dass eine Injektion von Oxytocin den Milchmangel beheben kann.
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Säugen
Fettiges zerupftes Fell | 6 Zitzen und nur 2-3 Milchführend | Kahle Zitzen
Kurz nach der Chinchilla Geburt fangen die kleinen Chinchillababys auch schon direkt bei der frisch gewordenen Mutter an zu säugen. Sie nehmen in den ersten Stunden Erstlingsmilch auf, diese ist überaus wichtig! Wird diese Erstlingsmilch nicht aufgenommen kommt es zu unweigerlichen Komplikationen bei der Aufzucht. Die meisten Babys die diese Milch nicht aufgenommen haben sterben im laufe der nächsten Tage nach Geburt.
Hier sieht mein eine Chinchilladame beim säugen
Die oben gezeigte Chinchilladame bekam Ihre Jungen am 31.07.2005 und sitzt in einem größeren Drahtkäfig, da sie eine Babypause einlegen soll.
Fettiges zerupftes Fell
Oftmals sieht das Fell der Chinchilla Mutter vor und nach der Geburt sehr fettig und zerrupft aus, dies ist oftmals besonders der Fall wenn die Chinchilladame Mehrlinge bekommt. Der Grund dafür ist das sie sich aufgrund der Babys nicht mehr richtig im Sandbad wälzen kann. Dies ist völlig normal und kein Grund zur Besorgnis! Nach der Geburt so in ca. 14 Tagen normalisiert sich dies und das Fell sieht wieder ganz normal aus. Es sei denn durch die erneute Paarung des Chinchilla Bockes ist Fell abgeschmissen worden, diese Kahlstellen brauchen ca. 2-3 Monate bis diese wieder nachgewachsen sind.
Eine der 6 Zitzen einer Chinchilla Dame
davon sind meistens nur 2-3 Milch führend!
6 Zitzen und nur 2-3 Milchführend
Aufgrund das meist nur 2-3 von insgesamt 6 Zitzen Milchführend sind kann es bei Mehrlingsgeburten wie z.B. 3-6 Jungtieren zu Rangelleien um die milchführenden Zitzen geben. Dabei kann es vorkommen das die schwächsten zu wenig Milc bekommen und sehr hungrig werden und so in die Zitzen beißen. Hier kommt es dann zu einer Zitzenentzündung. Solch ein Fall tritt relativ selten ein denn zuvor verdrängt eher die Mutter das schwache Baby. Wird das Baby dann nicht zugefüttert wird es sehr schnell immer schwächer und stirbt letztendlich.
Kahle Zitzen
Nach ungefähr 3-6 Tagen fehlt das Fell um die Zitzen der Chinchilla Mutter, ob es abgefressen wird von den kleinen oder ob es ausfällt können wir leider bis heute noch nicht beantworten. Legendlich können wir sagen das dies völlig normal ist und das Fell nach ein paar Monaten wieder nachwächst.
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Steinfrucht
Resorbierter Embryo beim Chinchilla
"Steinfrucht" ist ein Embryo welcher im Mutterleib resorbiert wurde. Die Körperflüssigkeit des toten Embryos wird von dem Muttertier aufgenommen und der "Rest" ( Knochen, Gewebe, etc. ) wird durch innere Vorgänge versteinert. Die so genannte " Chinchilla Steinfrucht " wird meistens wenn beim Geburtsvorgang mit ausgeschieden. Steinfrüchte sind in etwa nussgroß und sehen unterschiedlich aus. Bei den unteren Bildern ist alles noch sehr genau zu erkennen ( Kopf und Schwanz ), was nicht immer der Fall ist.

Diese Steinfrucht fanden wir im Einstreu. Die frisch gebackene Chinchilla Mutter hat an diesem Tag noch zwei gesunde Babys zur Welt gebracht. Alle sind wohl auf :)

Eine Ebony Homo Steinfrucht

Ganz deutlich sind die Schnurbarthaare und der Schwanz zu erkennen - Man kann ganz deutlich die Konturen eines Chinchilla Babys erkennen.

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Chinchilla Nachgeburt
Chinchilla Plazenta ( Nachgeburt )
Nachgeburt beim Chinchilla Weibchen
Nachfolgend sehen Sie zwei Hochauflösende Makrofotografien die mit Hilfe eines Makroobjektives und der der Tiefenschärfen Software Helicon Focus Pro erstellt wurden. Jedes einzelne Foto besteht aus einer Serie von 30 Fotografien die mit der Software dann zusammen gerechnet worden ist.

Plazenta

Chinchilla after birth
Die Nachgeburt lag auf einem Sitzbrett im Käfig, daher sieht diese so sauber aus. Kurz nach dem Fotografieren habe ich die Nachgeburt wieder in den Käfig gelegt, denn sie ist äußerst wichtig für die Chinchilla Mutter. Sie signalisiert unter anderem Ihr das die Geburt beendet ist. Das Chinchillaweibchen frisst die Nachgeburt kurz nach dem Sie herausgekommen ist auf. Oftmals aber wird sie auch von Ihr selbst herausgezogen und direkt gefressen. Es sieht äußerst unappetitlich aus, wenn das Weibchen sie frisst. Nehmen Sie sie Ihr aber auf keinen Fall weg!
3D-Animation einer Chinchilla Plazenta
- Plazenta 3D-Animation
Ältere Fotografien einer Chinchilla Nachgeburt

es handelt sich hier um die Nachgeburt, nicht aber um eine Fehlgeburt!

meistens wird sie direkt gefressen oder sehr selten verdreckt im Einstreu gefunden.
Deutliche Blutspuren im Chinchilla Käfig sind eindeutige Beweise für die Ausscheidung der Plazenta ( Nachgeburt ) Die Plazenta ist ist in vielen Chinchilla Büchern als eine dunkelgraue Kugel mit einem Durchmesser von 2 bis 3 cm beschrieben. Hört der Ausfluss beim Chinchilla Weibchen auf, so kann man die Geburt als abgeschlossen sehen.

Chinchilla Nachgeburt

Nachgeburt eines Chinchilla Weibchens
Nachtrag:
Ich habe dieser Tage mal meine Datenbank ein wenig durchstöbert und habe festgestellt das von meinen 58 aufgeschrieben Geburten vier Weibchens nicht Ihre Nachgeburt gefressen haben. Bei diesen Chinchilla Weibchen so habe ich weiter festgestellt haben 3 Probleme bei der Chinchilla Aufzucht gehabt und die Babys mussten von mir zugefüttert werden. Beim vierten Weibchen verstarben die zwei Chinchilla Babys nach 5 und 8 Tagen. Also gehe ich davon aus das sehr wohl die Nachgeburt sehr wichtig für den weiter verlauf ist. Wie gesagt dies ist meine Erfahrung. Andere werden wohl darüber wieder heftig in Foren diskutieren und anderen Meinung sein. Ebenfalls haben bisher bei mir nur 6 Weibchen Kotabsetzungsprobleme gehabt. Diese geringe Anzahl kann vielleicht auch daran liegen das ich meinen Weibchens nach der Geburt Apfelscheiben und Mariendisteln gebe.
Die Bilder entstanden am 31.07.2005 rein zufällig:
Meisten bekommt man dieses nicht mit wenn die Chinchillamama die Nachgeburt frisst. Hier hatte ich bereits den Käfig auf wie sie die Nachgeburt bekam und dann anfing sie zu fressen. Man sollte die Mutter auf keinen Fall bei diesem hindern bzw. stören. Denn dann kann es sein das sie die Nachgeburt fallen lässt und anschließend nicht mehr weiter frisst!




und das sind die quick lebendigen Racker der oben gezeigten frischen Mama :-) Es handelt sich hierbei um ein Ebony Böckchen und ein Standard Weibchen. Das dritte ist ein dunkles Standart Böckchen mit dreckiger Wamme.